Programm

Freitag, 6. November 2026

Alte Kaserne Winterthur, Technikumstrasse 8

09:30–10:00

Empfang mit Kaffee und Gipfeli
10:00–11:00Schweizer Brancheninformation: Automatische Förderung für den Schweizer Kurzfilm
11:15–11:45Keynote: What Role Can Art and Culture Play in Democracies under Pressure?
11:45–13:00The Future of Shorts: Artistic Freedom of Festivals in an Age of Polarisation
13:00–14:00Soup’n’Group
14:00-15:00Creative Outlet vs. Traditional Funding - Is Sustainable Filmmaking a Utopia?
15:15–16:30Engaging in the Story - When film meets Games
  

Labüsch Bar, Zur Kesselschmiede 27

17:00–18:15Market Meetings: Meet & Mingle
18:30–20:00Short Drink – der Branchen-Apéro

Sofern nicht anders angegeben, finden alle Podiumsdiskussionen und Workshops auf Englisch statt.

Detailprogramm

Freitag, 6. November 2026

Kino Cameo, Lagerplatz 19

09:45–11:00

SWISS FILMS Preview

Branchengäste aus den Bereichen Distribution, Sales und Festival haben die exklusive Gelegenheit, Ausschnitte neuer Schweizer Kurzfilme zu sehen und neue Talente aus der Schweiz zu entdecken.

Nur auf Einladung

Alte Kaserne Winterthur, Technikumstrasse 8

09:30–10:00

Empfang mit Kaffee und Gipfeli

10:00–11:00

Schweizer Brancheninformation: Automatische Filmförderung für Schweizer Kurzfilme (de)

Könnte eine automatisierte Förderung die Filmfinanzierung einfacher, schneller und besser planbar machen? Anstatt sich ausschliesslich auf wiederkehrende Auswahlverfahren zu stützen, vergeben automatisierte Modelle Fördermittel nach klar definierten Kriterien. Dieses Panel befasst sich mit der Frage, was solche Modelle für Kurzfilme bedeuten könnten. Würden sie den bürokratischen Aufwand reduzieren, Ressourcen freisetzen und den Produzent:innen mehr Planungssicherheit geben? Welche Risiken birgt es, subjektive Entscheidungen durch automatisierte Kriterien zu ersetzen? Und wo könnte eine Kombination aus beiden Methoden am besten funktionieren? Anhand aktueller Beispiele aus der Schweiz untersucht die Diskussion, ob die automatische Förderung eine zentrale Rolle in der Filmfinanzierung spielen könnte – sei es regional oder national.

Moderation: Teresa Vena, Cinébulletin (CH)

Referent:innen: Geneviève Rossier, Cinéforom (CH); Simon König, BAK (CH); Tamara Mattle, SRF (CH)

11:15–11:45

Keynote: What Role Can Art and Culture Play in Democracies under Pressure?

Wie können Kunst und Kultur in Zeiten der Polarisierung, Informationsflut und Desinformation Raum für Reflexion, Austausch und demokratische Debatten schaffen? Während öffentliche Institutionen und Medien zunehmend politischem und gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind, seht sich die Kultur mit eigenen Fragen konfrontiert. Wie können Filmeschaffende, Festivals und Kulturinstitutionen Offenheit, Pluralität und Meinungsfreiheit schützen? Und was kann die Kunst in einer Zeit bieten, in der öffentliche Aufmerksamkeit und Ressourcen zunehmend von Fragen um Sicherheit, Konflikt und Spaltung geprägt sind? Als Auftakt des Industry Lab wirft diese Keynote einen weiten Blick auf aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen und fragt, was diese für den Kulturbereich bedeuten. Eine Einladung, die Räume, die wir schaffen, die Gespräche, die wir ermöglichen, und die Rolle, die Kultur in einer demokratischen Gesellschaft spielen kann, neu zu denken.

Moderatorin: Flurina Wäspi, Lead for Democracy, Stiftung Mercator (CH)

11:45–13:00

The Future of Shorts: Artistic Freedom for Festivals in an Age of Polarization

Was passiert, wenn künstlerische Freiheit auf politischen Druck, öffentliche Kontroversen und eine zunehmend polarisierte Debatte trifft? Von Filmfestivals wird erwartet, dass sie unabhängige kulturelle Räume bleiben und gleichzeitig auf öffentliche Institutionen, Förderorganisationen und breitere gesellschaftliche Debatten eingehen. Doch aktuelle Fälle zeigen, wie schnell kuratorische Entscheidungen durch Kritik, Kürzungsdrohungen oder direkte Einmischung in Programminhalte und die Einladung von Gästen unter Druck geraten können. Anhand der Erfahrungen des EMAF (European Media Art Festival) in Osnabrück und von 2ANNAS in Riga untersucht dieses Panel zwei konkrete Fälle von solchem Druck. Was ist geschehen, was waren die Folgen, und wie haben die Festivals reagiert? Das Gespräch erwägt, wo Verantwortung endet und Einmischung beginnt, was wir aus diesen Erfahrungen lernen können und wie Festivals mit Kontroversen umgehen können, ohne den kreativen Ausdruck einzuschränken. Im Zentrum steht die Frage, wie sich kuratorische Unabhängigkeit in der Praxis verteidigen lässt, wenn institutionelle Unterstützung und künstlerische Freiheit in Konflikt geraten.

Moderation: Sanne Jehoul, onzer films (UK)

Referent:innen: Laima Graždanoviča, 2ANNAS (LV); Katrin Mundt, European Media Art Festival (DE)

13:00–14:00

Soup’n’Group

Eine herzliche Einladung zu warmer Suppe mit Brot, Gespräch und Brownies.

Ein gemeinsames Angebot mit Pro Short.

14:00-15:00

Creative Outlet vs. Traditional Funding – Is Sustainable Filmmaking Utopian?

Was, wenn Filmschaffende nicht mehr auf Fördermittel warten und den Film einfach ohne drehen? Das Filmemachen ausserhalb traditioneller Förderstrukturen kann schneller, unabhängiger und freier sein. Es kann aber auch unbezahlte Arbeit, Selbstausbeutung und Arbeitsbedingungen bedeuten, die kaum auf Dauer tragbar sind. Dieses Panel befasst sich mit den Chancen und Risiken der Kurzfilmproduktion ausserhalb des etablierten Systems. Was wird möglich, wenn Filmschaffende freier arbeiten – und was wird schwieriger? Welche Geschichten können erzählt werden, und welche bleiben unerreichbar? Und vor allem: Wie können Kurzfilme entstehen, die sowohl kreativ anspruchsvoll als auch fair gegenüber den Menschen sind, die sie produzieren? Inwiefern können Geldgeber, Produzenten und Plattformen mithelfen, nachhaltigere Wege für die Zukunft zu finden?

Moderation: Laura Walde, Consultant (CH)

Referent:innen: Damien Hauser, Filmemacher (CH); Inja Korac, Produzentin (HR); Catherine Colas, ARTE/ZDF (FR)

15:15–16:30

Engaging in the Story – When Films Meet Games

Filme und Games sprechen ihr Publikum auf sehr unterschiedliche Weise an – doch sie nutzen zunehmend dieselben Werkzeuge, Talente und Denkweisen. Was können die beiden Bereiche voneinander lernen? Ausgehend von fast zwei Jahrzehnten Austausch zwischen Film- und Game-Entwicklung in Dänemark untersucht dieses Panel, wo sich die Branchen überschneiden und wo sie im Konflikt stehen. Wie verändert sich das Storytelling, wenn das Publikum Einfluss darauf nehmen kann, was passiert? Welche filmischen Kompetenzen lassen sich nahtlos auf die Game-Entwicklung übertragen, und welche neuen Ansätze sind erforderlich? Und was können Filmschaffende von der Art und Weise lernen, wie Games ihre Welten schaffen, Erzählungen strukturieren und ihr Publikum fesseln? Anhand konkreter Erfahrungen aus beiden Branchen hinterfragen wir die Sicht, dass Film und Gaming getrennte Welten sind, und betrachten stattdessen den kreativen Raum, der sie verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei stets dieselbe Frage: Wie erzählen wir Geschichten, die ihr Publikum wirklich fesseln?

Moderation: Inja Korac, Produzentin, Cobra Chicks (HR)

Referent:innen: Simon Løvind, Cultural Director & Head of the Games Scheme, NIMBI (DK); TBD

  

Labüsch Bar, Zur Kesselschmiede 27

17:00–18:15

Market Meetings: Meet & Mingle

Die Market Meetings bieten Filmschaffenden die Gelegenheit, in entspannter Atmosphäre wertvolle Kontakte zu knüpfen. In der Labüsch Bar stehen 20 bis 25 internationale Expert:innen aus den Bereichen Festival und Distribution/Sales den Teilnehmenden für Gespräche im Speed-Dating-Format zur Verfügung. Es gibt kein Matchmaking und keine Voranmeldung – man kommt einfach vorbei und kommt ins Gespräch. Ob für die Präsentation von Projekten oder für informelle Begegnungen: Die Market Meetings öffnen Türen zu neuen Netzwerken und Gelegenheiten.

18:30–20:00

Short Drink – der Branchen-Apéro

Die vollständige Liste der Referent:innen und Gäste publizieren wir kurz vor dem Festival in unserem Industry Guide