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Die Wettbewerbsblöcke fühlen den Puls des aktuellen weltweiten Filmschaffens und verwandeln die Kulturstadt für sechs Tage in eine internationale Kurzfilmmetropole. An der Preisverleihung am Sonntagabend werden die besten Werke der verschiedenen Wettbewerbskategorien ausgezeichnet.
Hier präsentieren wir das aktuelle nationale Kurzfilmschaffen. Auch dieses Jahr sind zahlreiche Premieren unter den einheimischen Filmen, was viel Raum für Entdeckungen bietet. Am Sonntag zur Preisverleihung kannst du zudem hautnah miterleben, wie die Jury die verschiedenen Preise an die besten Filme der Festivalausgabe vergibt.
Sparks steht für den Funken, der überspringen soll, um ein Feuer der Begeisterung für das Format des Kurzfilms zu entfachen. Sparks I & II sind Wettbewerbsprogramme mit Highlights aus den diesjährigen Filmeinreichungen. Die Auswahl will ein generationenübergreifendes Publikum ansprechen und zum Diskutieren anregen. Die Programme eignen sich ideal als Einstieg in die Welt des Kurzfilms und widerspiegeln eine vielfältige Filmkultur jenseits von gängigem Mainstream und YouTube-Clips. An der Preisverleihung am Sonntag vergibt die Jugendjury den Preis für den besten Film der Sektion Sparks.
Der jährliche Schweizer Filmschulentag der Kurzfilmtage präsentiert die sechs Bachelor-Lehrgänge der Schweiz. Die Ecole cantonale d’art de Lausanne (ECAL), die Haute école d’art et de design – Genève (HEAD), die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), die Hochschule Luzern – Design Film Kunst, Video/Animation und das Conservatorio Internazionale di Scienze Audiovisive (CISA) präsentieren aktuelle Kurzfilme in drei Sessions mit anschliessendem Filmgespräch, geführt von Filmexplorer. Den Preis für den besten Schweizer Schulfilm vergibt die Jury des Schweizer Wettbewerbs. Der Besuch des Filmschulentags ist kostenlos – eine ideale Gelegenheit also, Kurzfilmtage-Luft zu schnuppern.
Iran ist von tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt, die sowohl das nationale als auch das diasporische Filmschaffen nachhaltig beeinflusst haben. Vor diesem Hintergrund schärft der Fokus: Shifting Grounds – Framing Iran den Blick für die Vielschichtigkeit eines Kinos, das sich einfachen Zuschreibungen entzieht. Sechs Programme versammeln historische und zeitgenössische Arbeiten aus Iran und der Diaspora. Sie führen von den Bildwelten des Öls über Fragen von Identität und Selbstbestimmung, Mythos und Wirklichkeit bis hin zu Formen des Widerstands und Werken der unabhängigen Filmbewegung Cinema-ye Azad der 1970er Jahre. Dabei verbinden die Filme dokumentarische, fiktionale und experimentelle Formen. Nicht das Land selbst steht im Zentrum dieses Fokus, sondern die Frage, wie Iran gesehen, erzählt und imaginiert wird – und wie das Kino dazu beitragen kann, diese Bilder immer wieder neu zu rahmen.
Manche Filme erzählen Geschichten, andere erzählen vom Kino selbst. Zum 30. Jubiläum der Kurzfilmtage widmet sich dieser Fokus dem Medium selber: In drei Programmen erkunden Kurzfilme das Filmemachen, seine emotionale Kraft und das Denken in Bildern. Eine Liebeserklärung an den Film und alles, was dazugehört. Für die Lust am Machen, Mitfühlen und Mitdenken. For the Love of Cinema.
Was, wenn die Zukunft schon da ist? Gala Hernández López erkundet die seltsamen Welten, in denen Technologie, Geld und Sehnsucht aufeinandertreffen, von Incels und Krypto-Träumen bis zu Kryonik, Selbstoptimierung und der Möglichkeit, unsere Träume zu steuern. Zwischen Dokumentarfilm und Science-Fiction zeigen ihre Filme, wie digitale Fantasien zu realen Sehnsüchten, Märkten und Infrastrukturen werden. Dabei werfen sie die Frage auf, ob wir noch immer von der Zukunft träumen oder ob unsere Systeme bereits begonnen haben, für uns zu träumen.
Hier zeigen wir aktuelle Kurzfilme aus Zürich, der Schweiz und der Welt, die ausserhalb unserer Wettbewerbe laufen. Für alle Kurzfilmfans, die sich für schräge oder tiefgründige Werke mit Kultpotenzial begeistern und die sehen wollen, welche seltenen Fundstücke sonst noch in der Festivaltruhe versteckt sind.
Hier präsentieren wir Kurzfilmprogramme zu verschiedenen Themen, die unseren Kurator:innen unter den Nägeln brennen oder die einfach Spass machen. Von historischen Kurzfilmen, die zu gesellschaftlichem Zusammenhalt aufrufen oder unseren Umgang mit Erinnerung thematisieren, über Perspektiven auf Weiblichkeit bis hin zu Kurzfilmen, die Cringe in verschiedensten Formen erlebbar machen: Unsere Spezialprogramme halten einige Entdeckungen bereit.
Geschichten für Kinder ab 6 Jahren wecken Neugier, Empathie und Kreativität und versetzen dabei in Staunen. Die Auswahl von ernsten, amüsanten und spannenden Werken für Kinder ab 9 Jahren regt zum Diskutieren an und bietet Familien einen idealen Einstieg ins Kurzfilm-Universum. In Zusammenarbeit mit der Zauberlaterne bieten die Kurzfilmtage ein einzigartiges Kinoerlebnis für das junge Publikum und die ganze Familie.
Ob feierlicher Eröffnungsevent, bewegende Preisverleihung oder die Best-of-Programme am Sonntagabend: Wir öffnen und schliessen die Kurzfilmtage gebührend. Gemeinsam mit Filmschaffenden, Publikum und Partner:innen zelebrieren wir die Kurzfilmkunst und zeigen, dass kurzes Kino für die grosse Leinwand gemacht ist.
Vom Kino auf die Tanzfläche: An den Kurzfilmtagen kannst du auch selbst zu Live-Bands und DJs das Tanzbein schwingen. Unsere Konzerte und Partys – darunter unsere legendäre Abschlussparty – runden das Festivalerlebnis ab. Das Kraftfeld hat wieder ein köstliches Programm für Nachtmenschen zusammengestellt. Kommt, lauscht und tanzt!
An den Industry Events trifft sich jährlich die nationale und internationale Kurzfilmbranche. Vielfältige Informations-, Weiterbildungs- und Vernetzungsveranstaltungen dienen dem Austausch über aktuelle Themen, kreative Methoden und ästhetische Tendenzen.
Cinema-ye Azad – Songs of Becoming vereint vier Filme aus Irans Cinema-ye-Azad-Bewegung der 1970er Jahre, in denen Kindheitsträume, Glaube, Liebe, Verlust und Erinnerung zur Sinnsuche werden. Am Vorabend der Revolution von 1979 entstanden, fangen die Filme in intimen, poetischen Geschichten eine Gesellschaft im Wandel ein. Zusammen bieten sie einen seltenen Einblick in eine dynamische Filmbewegung, deren existenzielle Fragen bis heute nachhallen.
Ein Wesen, das ganz Ohr ist und in einem Wohnkomplex in einer Stadt voller Wolkenkratzer und Lärm lebt, findet das Leben aufgrund seiner Geräuschempfindlichkeit kaum erträglich. Es findet eine Lösung: eine Schallplatte, die auf dem Grammophon negative Frequenzen der Geräusche der Aussenwelt ausstrahlt. Und der daraus resultierende Klang ist der Klang der Stille … Stille.
Bilder setzen einen Rahmen. Sie bestimmen, was sichtbar wird und was ausserhalb des Blickfeldes bleibt. Das gilt für Nachrichten ebenso wie für das Kino. Welche Perspektiven auf Iran gerahmt und welche Geschichten erzählt werden, was sichtbar wird, ist von historischen und politischen Kontexten abhängig.
Iran ist von tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. In einem Jahrhundert hat das Land zwei Revolutionen erlebt: die Konstitutionelle Revolution von 1905/06 und die Islamische Revolution von 1979. Die Selbstermächtigung gesellschaftlicher Gruppen ist dabei ebenso prägend wie die wiederholte Einflussnahme durch imperiale und ideologische Kräfte. Die politische Lage des Landes und der Blick auf Iran haben sowohl das einheimische als auch das diasporische Filmschaffen nachhaltig geprägt.
Spätestens seit dem Frühjahr 2026 richtet sich der Blick der Welt erneut verstärkt auf Iran, während der Krieg das Land existenziell erschüttert. Das diesjährige Fokus-Programm Shifting Grounds – Framing Iran nimmt dies zum Anlass, eurozentrische Vorstellungen des Landes zu hinterfragen und den Blick für die Vielschichtigkeit von Irans Kino und Gesellschaft zu schärfen – eine Vielschichtigkeit, die sich einfachen Erklärungen entzieht.
Der Fokus auf iranisches Kino ist aus der Zusammenarbeit zwischen zwei Nicht-Iraner:innen und einer Iranerin entstanden. Dabei wird «iranisches Kino» nicht als feste Kategorie verstanden, sondern als eine Perspektive, die durch unterschiedliche Zuschreibungen, Kontexte und Erfahrungen geprägt ist. Fragen nach Produktionsbedingungen, Diaspora und nationaler Zugehörigkeit treffen auf die Auseinandersetzung mit westlichen Sehgewohnheiten und Erzählmustern. Was als iranisches Kino wahrgenommen wird, entsteht im Zusammenspiel von Festivalpraxis, Publikumserwartungen und filmischer Selbstrepräsentation. Diese unterschiedlichen Perspektiven und ihre Verflechtungen bilden den Ausgangspunkt der gemeinsamen Kuration.
Sechs Programme versammeln historische und zeitgenössische Arbeiten, die in Iran und der Diaspora entstanden sind, und verbinden unterschiedliche dokumentarische, fiktionale und experimentelle Formen. Sie führen von den Bildwelten des Öls zu Fragen von Identität und Selbstbestimmung jenseits gesellschaftlicher Normen, von Mythos und Wirklichkeit bis zu unterschiedlichen Formen des Widerstands. Ergänzt werden sie durch Werke der unabhängigen Filmbewegung Cinema-ye Azad aus den 1970er Jahren. Viele der Filme bewegen sich dabei zwischen Innen und Aussen – zwischen Landesgrenzen, realen Mauern und fiktiven Räumen ebenso wie den unsichtbaren Grenzen in den Köpfen der Menschen.
Nicht das Land selbst steht im Zentrum dieses Fokus, sondern die Frage, wie Iran gesehen, erzählt und imaginiert wird – und wie das Kino dazu beitragen kann, diese Bilder immer wieder neu zu rahmen.
Vincent Förster, Lynn Gerlach, Afsun Moshiry
Cinema-ye Azad: Songs of Becoming
Cinema-ye Azad – Songs of Becoming vereint vier Filme aus Irans Cinema-ye-Azad-Bewegung der 1970er Jahre, die sich mit der Suche nach Sinn in verschiedenen Lebensphasen auseinandersetzen. Entstanden in einem Jahrzehnt tiefgreifenden sozialen Wandels und zunehmender politischer Spannungen, das in der Revolution von 1979 gipfelte, befassen sich die Werke mit Identität, Zugehörigkeit, Glauben und Zukunftsperspektiven. Anstatt politische Statements abzugeben, reflektieren sie eine Atmosphäre, in der existenzielle Fragen untrennbar mit gesellschaftlichem Umbruch verbunden waren. In «Jadeh» (1972) von Mohammad Jafari Harandi erleben wir eine traumhafte, von Hoffnung erfüllte Kindheit, in der die grossen Ziele des Lebens noch aus den kleinsten Momenten hervorgehen. Musik wird zum ersten Soundtrack des Lebens und begleitet Erinnerungen und Sehnsüchte. «Dar Falagh» (1975) von Zavon Ghokasian führt uns nach Isfahan und folgt einem Mann auf seiner Sinnsuche zwischen Glauben, Liebe und Zugehörigkeit. Gleichzeitig bietet der Film einen seltenen Einblick in Jolfa, das christliche Quartier von Isfahan, dessen Kultur und Musik im iranischen Kino selten Ausdruck gefunden haben. In «Nahang» (1972) von Hassan Bani-Hashemi wird ein Mann tot am Meer gefunden. Ein ehemaliger Weggefährte macht sich auf, die Umstände seines Todes zu ergründen. Die Suche nach dem Sinn im Leben und Tod des Mannes entwickelt sich zu einer existenziellen Reflexion über die Erinnerung. «Seda-ye Tazeh» (1976) von Soheil Souzani schliesslich endet mit einer Sinnsuche nicht in Antworten, sondern in einer offenen Frage.
Die Internationalen Kurzfilmtage Winterthur sind das bedeutendste Kurzfilmfestival der Schweiz. Jeden November verwandeln wir die Stadt Winterthur für sechs Tage in eine Kurzfilmmetropole.
An den Kurzfilmtagen gibt es für alle etwas zu entdecken: Wir zeigen sorgfältig zusammengestellte Kurzfilmprogramme zu aktuellen Geschehnissen oder zu Themen, die unseren Kurator:innen unter den Nägeln brennen. Die Wettbewerbsblöcke fühlen den Puls des aktuellen, weltweiten Filmschaffens und die Installationen, Performances und weiteren Specials machen audiovisuelle Formen in ihrer ganzen Vielfalt erlebbar. Ein Rahmenprogramm mit Konzerten, Lesungen und mehr erweitert das Festivalerlebnis.
Das Programm der 30. Kurzfilmtage wird am 14. Oktober 2026 veröffentlicht.
Aktuelle Kurzfilme aus der ganzen Welt. Am Sonntagabend werden die vielversprechendsten Kurzfilme ausgezeichnet.
Hors Concours
Aktuelle Kurzfilme aus Zürich, der Schweiz und der Welt, die ausserhalb unserer Wettbewerbe laufen.
Fokus
Filmische Einblicke in eine Region, ein soziales Phänomen oder einen künstlerischen Trend.
Person im Fokus
Das künstlerische Wirken einer filmschaffenden Person wird ins Rampenlicht gestellt.
Spezialprogramme
Kurzfilmprogramme zu Themen, die unseren Kurator:innen unter den Nägeln brennen – oder einfach Spass machen.
Familienprogramme
Kurzfilmgenuss für das junge Kinopublikum ab 6 Jahren und die ganze Familie.
Rahmenprogramm
Konzerte, Partys, Lesungen und zahlreiche weitere Events bieten Gelegenheit zur Vernetzung und erweitern das Festivalerlebnis.
Talks & Podien
Moderierte Talks und Panels, die nach der Vorstellung vertieften Einblick ins Filmschaffen oder in die Thematik geben.
Industry Events
Eine breite Palette an Informations- und Weiterbildungsveranstaltungen für die Filmbranche sowie Möglichkeiten zur Vernetzung.
Der Kurzfilm
Der Kurzfilm ist nicht einfach ein kürzerer Film. Er ist eine eigene Kunstform, die wir mit unserem Festival jährlich in den Fokus stellen.
Der Kurzfilm erscheint in allen Genres und kann unterschiedlich lang – oder eben kurz – sein. Einfachere Produktionswege machen es ihm möglich, den Zeitgeist und Strömungen rasch einzufangen und abzubilden. Der kurze Film kann unterhalten, überraschen, die Gesellschaft analysieren, eine politische Haltung einnehmen oder Einblick in uns fremde Welten geben.
Wir bündeln unsere Kurzfilme in thematischen Programmen oder nach bestimmten Sektionen, wie z.B. unsere Wettbewerbe, und stimmen die Filme und Reihenfolge aufeinander ab. Für den Kurzfilmgenuss gibt es somit nur eine Voraussetzung: die Neugierde, Neues zu entdecken und sich überraschen zu lassen.