Die Wettbewerbsblöcke fühlen den Puls des aktuellen weltweiten Filmschaffens und verwandeln die Kulturstadt für sechs Tage in eine internationale Kurzfilmmetropole.
An der Preisverleihung am Sonntagabend werden die besten Werke der verschiedenen Wettbewerbskategorien ausgezeichnet.

Ghazal-e Sorkh
Maryam Tafakory / Iran/Frankreich/Grossbritannien 2026 / 20'14" / Farbe / Persisch / Fic/Exp/Doc
Zwischen den offiziellen Bildern von Iran unter dem Schah und den Filmen, Büchern und Stimmen, die zum Schweigen gebracht wurden, befasst sich «Ghazal-e Sorkh» mit dem Boykott des Kunstfestivals von Shiraz im Jahr 1976. Ein poetischer Essay über Zensur, Erinnerung und die Macht des künstlerischen Widerstands.

Living Traces
Anna Maria Ebert / Deutschland 2026 / 14'58" / Farbe / ohne Dialog / Fic
Gleissende Sonne, dichte Felder. Die Tage in der Saisonarbeit sind lang und wortkarg. Alex hält sich mit einem Trick über Wasser – bis eine neue Kollegin ihn durchschaut. Aus stiller Komplizenschaft wird unerwartete Nähe.

Melk
Filip Anthonissen / Belgien 2026 / 14'24" / Farbe / Englisch / Ani
Nachdem Charel den Lieblingsfisch seiner Mutter getötet hat, läuft er von zu Hause weg. Als er zurückkehrt und die Sache wieder gutmachen will, bricht das totale Chaos aus.

The Deer of Nine Colors
Andrew Thomas Huang / Thailand 2026 / 23'47" / Farbe / Thai / Exp/Fic
Eine trans Frau reist durch Zeit, Erinnerung und vergangene Leben, um den Namen zurückzuerobern, der schon immer ihr gehörte. Der von der buddhistischen Mythologie inspirierte Film ist eine surreale, queere, buddhistische Science-Fiction-Fabel, die sich mit Identität, Transformation und dem Mut zur Wiedergeburt auseinandersetzt.